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Eine jahrelang gesperrte Bitcoin Wallet: Krypto-Wiederherstellungs-Erfolgsgeschichte
Kurzfassung
Pauls MultiBit-Classic-Wallet blieb jahrelang gesperrt, weil die Passwortnotiz verloren war, obwohl die Wallet Datei vorlag; frühere Versuche, darunter monatelange Tests nach einer Vereinbarung mit Crypto Recovers, blieben erfolglos. Den Durchbruch brachten alte Notizbücher: Fünf weitere Passwortvarianten führten innerhalb einer Stunde zum fünfzehnstelligen Passwort. Der Fall zeigt, was gute Hinweise bewirken können, verspricht aber kein gleiches Ergebnis.

Im Dezember 2023 erhielten wir eine E-Mail, die zunächst nicht ungewöhnlich wirkte: nur eine kurze Nachricht von einem Mann namens Paul, der schrieb, er brauche Hilfe bei der Wiederherstellung des Passworts einer Krypto Wallet.
Als Robbert, der leitende Bitcoin-Wiederherstellungsexperte bei Crypto Recovers, ihn zurückrief, spürte er sofort die Anspannung in Pauls Stimme. Paul war aus seiner Wallet ausgesperrt, und seinem Gesprächspartner vertraute er noch nicht.
Pauls Fall hatte zwei Seiten. Ihm fehlte ein Passwort, und die Wallet war eine alte MultiBit Classic, eine Software, die schon Jahre zuvor eingestellt worden war. Sein Exemplar war eines der rund 1,5 Millionen MultiBit-Downloads. Zum Glück hatte er noch die ursprüngliche Wallet Datei von 2013, als Bitcoin ungefähr zwanzig Euro wert war.
Hier lag die eigentliche Herausforderung. Paul hatte bereits fast zwei Jahre lang versucht, sein Passwort selbst wiederherzustellen. Als er sich bei uns meldete, hatte sich der Bitcoin-Kurs vervielfacht, und die mögliche Belohnung war zu verlockend, um sie liegen zu lassen. Trotzdem war sich Paul nicht sicher, ob er überhaupt einem Wiederherstellungsdienst trauen konnte. Betrug ist in der Kryptowelt allgegenwärtig, und das wusste er. Nach einem langen Gespräch schlug Robbert ein persönliches Treffen vor. Da Paul in Deutschland lebte, war es nur eine vierstündige Fahrt bis zu unserem Büro. Das gab ihm den Mut, den Schritt zu wagen.
Wie Paul seine MultiBit Wallet verlor
Paul war kein Krypto-Experte, aber als Aktien-Arbitrageur war er mit digitalen Vermögenswerten vertraut. 2013 erkannte er das Potenzial von Bitcoin und konnte nicht widerstehen, als Langzeitexperiment eine Wallet einzurichten. Er kaufte ein paar Bitcoins, ohne damit zu rechnen, dass sie einmal so wertvoll werden würden. Das Passwort seiner MultiBit-Classic-Wallet stand säuberlich notiert in seinem Hauptnotizbuch.
Als Bitcoin 2018 in die Höhe schoss, prüfte Paul das Guthaben seiner Wallet, beschloss aber, mit der Auszahlung noch etwas zu warten. Er erinnert sich, dass er die Seite mit dem Passwort herausriss und zur zusätzlichen Sicherheit an einem geheimen Ort versteckte. Er verwendete das Passwort einige Male, um sich von seinem Laptop aus anzumelden, doch dann gewannen andere Prioritäten die Oberhand, und die Wallet blieb ungenutzt.
Bis 2022 waren die Bitcoin-Kurse erneut stark gestiegen, und Paul wollte seine Bitcoins zu Geld machen. Erst da merkte er, dass der Zettel verschwunden war. Er hatte ihn so gut versteckt, dass nicht einmal er selbst ihn wiederfand. Nachdem er auf der Suche nach dem Passwort sein ganzes Zuhause auf den Kopf gestellt hatte, probierte er jede Variante aus, an die er sich erinnern konnte, doch nichts funktionierte. Das Passwort war absichtlich stark, mit Großbuchstaben, Sonderzeichen und willkürlich gewählten Zeichen, daher war Raten unmöglich.
Erste Krypto-Wiederherstellungsversuche
Paul weigerte sich aufzugeben und versuchte, das Passwort selbst wiederherzustellen. Zuerst schrieb er in Bitcoin-Foren, obwohl es ihm peinlich war zuzugeben, dass er sein eigenes Passwort verloren hatte. Er stieß im Internet auf kostenlose Tools zum Knacken von Passwörtern und brachte sich mit YouTube-Tutorials die Grundlagen von Python bei. Er lud sogar die ursprüngliche MultiBit Software von GitHub herunter, was sicherheitstechnisch riskant war (das Projekt ist dort seit 2017 mit dem Hinweis „Do Not Use“ als eingestellt gekennzeichnet), doch sein Computer hatte schlicht nicht genug Rechenleistung, um das Passwort zu knacken. Ein Jahr verging.
Als Nächstes wandte sich Paul an einen Freund, der als Programmierer im Bereich Krypto-Sicherheit arbeitete. Er bot ihm eine Belohnung an, falls er das richtige Passwort fände. Monate vergingen ohne Erfolg. Der Bitcoin-Kurs stieg weiter, und mit ihm der Wert, der in dieser Datei feststeckte.
Paul suchte nach „Wiederherstellungsdienste für Krypto Wallets“ und schrieb die ersten fünf Unternehmen an, die er fand, noch immer unsicher, wie er ein Unternehmen für professionelle Krypto-Wiederherstellung von Betrügern unterscheiden sollte. Wir bei Crypto Recovers antworteten als Erste und riefen ihn sofort an.
Pauls Treffen mit einem Unternehmen für Krypto Wallet Wiederherstellung
Als Paul an einem Freitag in unserem Büro ankam, gab er zu: „Ich bin so froh, dass ich nicht der Einzige bin, der ein Passwort vergisst. Ich habe Ihre Bewertungen auf Trustpilot gelesen und hatte endlich das Gefühl, mich melden zu können.“
Trotzdem war er nervös und schämte sich sogar ein wenig dafür, sein Passwort verloren zu haben. Aus seinen anfänglichen Zweifeln, ob unser Unternehmen seriös war, wurde bald die Sorge, ob eine Wiederherstellung überhaupt möglich war. Als wir ihm erklärten, dass eine Wallet Wiederherstellung nie garantiert ist, wirkte er etwas enttäuscht, willigte aber ein, weiterzumachen, weil wir seine letzte Hoffnung waren.
Wir unterschrieben einen Vertrag, und Paul gab uns eine ganze Seite mit Hinweisen auf das Passwort. Die Liste enthielt jedes Wort und jedes Muster, das er je für seine Social-Media- und E-Mail-Konten verwendet hatte, wichtige Datumsangaben und sogar seine Lieblingssymbole. Er schrieb auch die „Wurzeln“ auf, von denen er glaubte, sie könnten Teil des Wallet Passworts sein.
Unsere eigens entwickelte Wiederherstellungssoftware machte sich sofort an die Arbeit. Die Computer liefen ununterbrochen und erzeugten so viel Wärme, dass wir bis Ende Februar 2024 keine Heizung brauchten. Wir arbeiteten alle Methoden ab, die wir bei der MultiBit Wallet Wiederherstellung einsetzen. Bis zum Frühjahr 2024 blieb der Erfolg aus: Wie lange eine Wiederherstellung dauert, hängt von der Kandidatenliste ab, und auf Pauls Liste stand die Lösung noch nicht.
Der Durchbruch bei der Wiederherstellung
Robbert bat Paul, alle alten Notizbücher noch einmal durchzusehen. Der Mann kam mit einem davon ins Büro zurück und hielt es vorsichtig in den Händen, als enthielte es sein ganzes Leben. Darin fanden wir fünf neue Passwortvarianten, die auf derselben Wurzel aufbauten. Leider hatte er sie übersehen, als er uns die Liste mit Hinweisen zum ersten Mal gab.
Wir ließen sie durch unser System laufen, und innerhalb einer Stunde erschien das richtige Passwort auf dem Bildschirm. Es erwies sich als fünfzehnstelliges Passwort, viel zu komplex, um es sich nach so vielen Jahren noch zu merken. Paul war noch auf der Heimfahrt, als Robbert ihn mit der Nachricht anrief. Einen Moment herrschte Stille, dann brach ihm vor Erleichterung die Stimme: „Ich kann es nicht glauben, Sie haben es tatsächlich geschafft.“
Wie Crypto Recovers Paul half, seine MultiBit-Classic-Wallet zu entsperren
Die Wallet enthielt Bitcoins, deren Wert deutlich im sechsstelligen Bereich lag. Paul war wegen der vielen Betrugsgeschichten, die er gelesen hatte, skeptisch gegenüber unserem Dienst gewesen. Was ihn am Ende überzeugte, war, dass wir echte Menschen in einem echten Büro waren, wo er sich hinsetzen, reden und uns die Hand schütteln konnte.
Die Emotionen waren überwältigend: Erleichterung, Dankbarkeit, sogar Unglaube. Er gab zu, dass er mehr als einmal kurz davor gewesen war aufzugeben. Nach rund zwei Jahren des Wartens hatte Paul endlich wieder Zugriff auf seine Bitcoins.
Beim Geld läuft es in jedem Fall gleich: Crypto Recovers nimmt die Bitcoins seiner Kundschaft nie in Verwahrung, und von einer wiederhergestellten Wallet wird nie ein Honorar abgezogen. Ist das Passwort gefunden, öffnet die Person, der die Wallet gehört, sie selbst, überträgt die Coins in eine neue, selbst angelegte Wallet und zahlt das vereinbarte Honorar separat, wie im Vertrag festgelegt.
Eine MultiBit-Classic-Wallet wiederherstellen: was diese Fallstudie zeigt
MultiBit-Classic-Wallets sind schwer wiederherzustellen, aber nicht wegen schwacher oder veralteter Verschlüsselung. MultiBit ist eingestellt: KeepKey, das die Software übernommen hatte, beendete Support und Wartung am 26. Juli 2017. Es gibt also keinen Hersteller-Support mehr und keine gepflegte Version, auf die man zurückgreifen könnte. MultiBit Classic basiert auf der Bibliothek bitcoinj und schützt die privaten Schlüssel einer Wallet mit einem Schlüssel, der per scrypt aus dem Passwort abgeleitet wird. Laut der Dokumentation von bitcoinj ist scrypt darauf ausgelegt, Brute-Force-Angriffe mit hoher Geschwindigkeit stärker zu erschweren als alternative Algorithmen.
Die monatelange Suche auf Hardware, die das Büro bis Ende Februar 2024 warm hielt, brachte das Passwort nicht zutage. Fünf Varianten aus einem Notizbuch, das Paul übersehen hatte, schafften es innerhalb einer Stunde: Durch dasselbe System geschickt, ergaben sie das fünfzehnstellige Passwort. Eine Suche findet immer nur, was ihre Kandidatenliste enthält, und das Notizbuch war der fehlende Teil dieser Liste.
Darin liegt auch die ehrliche Grenze. Ein fünfzehnstelliges Passwort aus Großbuchstaben, Sonderzeichen und willkürlich gewählten Zeichen, wie das von Paul, lässt sich nicht allein per Brute Force finden: Dafür sind gute Hinweise nötig, und die Suche braucht die verschlüsselte Wallet Datei, um die Kandidaten daran zu prüfen. Wenn Sie in einer ähnlichen Lage sind, lassen Sie die ursprüngliche Wallet Datei unangetastet und sammeln Sie alle alten Notizbücher und Notizen, die zeigen, wie Sie Ihre Passwörter damals gebildet haben. Crypto Recovers hilft Nutzern von MultiBit seit 2019, und eine kostenlose Einschätzung zeigt Ihnen, ob eine Suche realistisch ist, noch bevor Sie sich auf irgendetwas festlegen. Keine Wiederherstellung, keine Gebühr.
Diese Erfolgsgeschichte einer Krypto Wallet Wiederherstellung ist auch als strukturierte Fallstudie dokumentiert – welches Material noch vorhanden war, wie die Suche verlief und wie sie ausging – in der Fallstudie zur Wiederherstellung eines MultiBit-Classic-Passworts.
